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Das "neue" Dornholzhausen

Artikel von Birgitta Duvenbeck

Dornholzhausen wurde 1699 wieder gegründet. Der Ort trägt den Namen eines bereits im 13.Jahrhundert urkundlich erwähnten Ortes. Mit der Beibehaltung des Ortsnamens durch die neue Siedlung wird diese in die Rechtsnachfolge des alten Ortes gestellt, was für die neuen Siedler Rechte in der Hohe Mark, also Beholzung und Weidgang, bedeutete.

Skizze von Dornholzhausen 1787

 

Die Siedler legten eine regelmäßige Siedlung an entlang einer geraden Straße, der heutigen Dornholzhäuser Straße. Die Flurbezeichnung "Barottenfeld", eine Verstümmelung der ursprünglichen Bezeichnung "au dessous la baraque", deutet darauf hin, dass die Einwanderer zunächst in einfachen Baracken oberhalb des Siedlungsplatzes gewohnt haben, bis die Wohnhäuser - nach landgräflischem Wunsch Steinhäuser - errichtet worden waren. Einer späteren Beschreibung kann man entnehmen, dass die Häuser giebelständig waren und aus Erd- und Dachgeschoss bestanden. Im Erdgeschoss befanden sich die Küche und zwei Zimmer, im Dachgeschoss eine Kammer. 

Waldenserhaus

 

Das rechts abgebildete Haus Dornholzhäuser Straße 28 ist noch eines der letzten Häuser in relativ ursprünglichem Zustand. Es hat sogar eine Stukdecke. Auf der unteren Skizze sehen Sie die Auteilung der Räume.
Skizze eines Waldenserhauses

In der Mitte des Ortes, etwas von der Straße zurückliegend, errichtete man 1701 eine kleine Kirche, die 1724 durch den noch heute erhaltenen Bau ersetzt wurde. Die lateinische Inschrift wird als Chronogramm überliefert:
Chronogramm der Waldenserkirche

 

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