| Dornholzhausen |
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Am 28. Juli 1699 kamen die ersten Waldenser (196 Personen) auf der
Flucht aus dem Chisone-Tal (Piemont) mit Pfarrer David Jordan nach Bad
Homburg. Der Homburger Landgraf Friedrich II. gewährte ihnen, nachdem
sich der niederländische Gesandte Valkenier für sie eingesetzt hatte,
in der Gemarkung des ehemaligen Dorfes "Holzhusin", später
"Dürreholzhausen", Wohnrecht. Den Gegnern dieser Neugründung soll
Friedrich II. geantwortet haben: " Lieber will ich mein Silbergeräthe
verkaufen, als diesen armen Leuten die Aufnahme versagen."
Die Gemeinde las und betete das Wort Gottes in ihrer heimatlichen Sprache, dem 'Patois', einem französichen Dialekt mit italienischem Einschlag. Wir besitzen noch heute eine Bibel aus dem Jahre 1563, die die Waldenser auf ihrer Flucht über die Alpen mitgebracht hatten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Dornholzhausen im Schul- und Konfirmandenunterricht und im Gottesdienst französisch gesprochen. Nach dem Ende des landesherrlichen Kirchenregiments 1918, gehörte die Gemeinde zur Evangelischen Landeskirche in Hessen und seit Gründung (1947) zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). |